conniederersteSeit 1981 treiben die Panhandle Alks ihr Unwesen. Da kann man sich vorstellen, dass diese Band, im Laufe der Jahre, so einiges erlebt hat. In diesem Bericht geht es halt um die Entstehung und den Werdegang der Alks. Isi , der sich rühmen kann kein einziges Konzert der Panhandle Alks verpasst zu haben, packte sich eine Kiste Bier und einen Stapel alter Fotos und begab sich ein paar Abende auf Zeitreise......

Vorwort 03.06.2010

aaaach...hmmm...neee, es ist irgendwie immer schwierig bei irgendwas irgendwie einen Anfang zu finden. Vor allem wenn Geschehnisse, über die man berichten möchte,schon so ca. dreißig Jahre zurückliegen. Da ich ja nun mal keinen Auftritt und irgendwie Geschehnisse der Alks verpasst habe, liegt es an mir diese 30 Jahre + Vorgeschichte
nieder zu schreiben. In diesen dreißig Jahren der Panhandle Alks ist so viel passiert, Bandmitglieder sind gekommen und gegangen, die Rock´n´Roll Szene ist immer noch nicht untergegangen...ganz im Gegenteil. Wir haben im Laufe der Jahre ( wenn auch immer ein kleines Päuschen entstand) überwiegend super Leute kennengelernt und selbst
nach der letzten Auszeit festgestellt, einige haben uns noch nicht vergessen. Einige aus der ganz alten Zeit hier in Deutschland haben unseren Werdegang so einigermaßen miterlebt, aber für die jüngeren hier nun die Geschichte der:
"Panhandle Alks" oder "Wie man es nicht schafft ein Rockabilly-Star zu werden und keine Millionen zu verdienen"
Grüße Isi

 

....und so begann es........

Mitte / Ende der siebziger beherrschte Glamour-Rock die Musikszene der Jugend. Wir haben abgerockt auf Slade, Sweet, Queen und wie sie alle hießen. (Ich erinnere hier mal an die Bay City Rollers. Wir Jungens haben die Band gehasst! Anstatt die Mädels sich für uns interessieren, haben sie Woody und Konsorten vergöttert!) Alles in allem waren die Bands sowas von Monumental aufgemacht, dass man schon gar keinen Bock mehr hatte überhaupt eine Gitarre in die Hand zu nehmen.
Doch dann geschah das unglaubliche: Es erschienen Bands auf der Bildfläche die mit kleinem Equipment und drei Akkorden die zu diesem Zeitpunkt beherrschende Musikwelt auf den Kopf stellte: Punk! Einfache Riffs, einfache Texte - fertich! Klar gab´s im Rock´n´Roll und Blues der 40er und 50er auch, aber es waren halt die siebziger und eine andere Generation. Also Gitarre vom Schrank runtergeholt, Akkordtabelle gekauft und lernen (meine Mutter hat Zeitweise ´ne Krise bekommen).

 .....ZK........

 

Die ZKaner vor dem Tour- Escord ...fünf Mann, Instrumente (incl.Schalgzeug) und Wasserpistolenschlacht während der Fahrt......Die erste Punk Band die ich dann live gesehen habe war "Male". "och das ist ja einfach!" Also Band gründen. Mit ´nem Schulkameraden haben wir dann die Band "Inhuman" gegründet und uns ständig im Ratinger Hof in der Düsseldorfer Altstadt rumgetrieben. Aus dieser Band wurde dann ZK und in der Besetzung Ingo, Isi, Fabsi und Campi ging es dann ´78 auf die Bühne. Nach mehreren Wechseln gesellte sich noch Kuddel an der Gitarre dazu. Allerdings war bei mir zu dieser Zeit auch schon ein Wechsel zu bemerken. Mir wuchs aus der Stachelfrisur eine Tolle heraus, ich trug seltsame Gewänder wie Drape und Crepes und nervte meine Bandkollegen mit wilden Sun-Rockabillies. Am 21.11.1981 löste sich ZK dann auf. Fabsi ging nach Bremen und gründete das Weser Label und die Mimmis, Campi und Kuddel gründeten die Toten Hosen, und ich war eh schon ein gutes halbes Jahr mit "Tex und die Panhandle Alks" beschäftigt.

...die Panhandle Alks....


 

Ich weiß nicht mehr ob es nun Ende ´80 oder Anfang ´81 war wo George und ich in der Altstadt die Alks gegründet haben. Aber nach dreißig Jahren machen die paar Monate ooch nischt mehr aus. Na jedenfalls hatten wir unseren ersten Gig Mitte ´81 in Düsseldorf auf einer Gymnasium Abschlussfeier. Schon bei diesem Auftritt hatten die Alks ein Erbe zu tragen welches der Punk mir vermacht hat: Premiere der ersten eigenen Rockabilly-Songs mit deutschen Texten (mal abgesehen vonKreationen auf der ZK-LP). Ob wir an diesem Abend Erfolg hatten, weiß ich gar nicht mehr... aber lecker war es...
Zur Besetzung: Isi: Gesang und Kontrabass, George: Rhythmus Gitarre, Ray: Solo Gitarre, Charly: Schlagzeug ( wobei Charly im Vorfeld kurzfristig gefeuert wurde, weil an dem Abend des Auftritts ein Film mit MM im TV war und wir Himbeer-Toni verpflichteten (der noch gar nicht spielen konnte) für den dann aber Claus von "Male" (s.o.) einsprang. Es ist manchmal nicht einfach. Zum nächsten Auftritt Ende des Jahres lief dann aber alles in geordneten Bahnen. Allerdings begingen wir da auch unseren ersten Fehler. Zur Probe erschien Walter (Inhaber des "Dallas Inn" in Düsseldorf) und meinte " Tex und seine Panhandle Alks" würde nicht so ziehen, am besten kürzer und englisch.
Also tauften wir uns für kurze Zeit "Rebel Riders". Machten unter diesem Namen ein paar Gigs und dann.......Isi dein Vaterland ruft dich! Da war dann erst einmal Pause. Zumindest bis ich zur Stammeinheit nach Krefeld Linn kam. An einem Wochenende während meiner Dienstzeit formierten wir uns in der Altstadt neu. Isi: Gitarre und Gesang, George: Rhythmus Gitarre, Kai: Kontrabass, Ray: Solo Gitarre und Himbeer Toni am Schlagzeug .... und wir fanden wieder zu unseren Wurzeln: Panhandle Alks!
So tingelten wir die nächste Zeit dann weiter, allerdings nur im Umkreis. Es entstanden weitere Kompositionen mit deutschen Texten mit denen das Publikum geschichte2naturfreundeallerdings wenig anfangen konnte.

 

Selbst die Anfrage bei Jochen, der zu dieser Zeit die noch jungen "Toten Hosen" managte, brachte uns irgendwie nicht weiter in Sachen erste Platte. Im nach hinein betrachtet war es auch besser so. Unsere ersten Songs waren zwar ganz lustig, aber ich würde mich heute mit Händen und Füßen dagegen wehren damit einen Tonträger zu bestücken (...oder nicht?... wäre vielleicht ganz lustig...) Auftritt im legendären Arrata, in Moers

So rockten wir dann halt weiter und die Besetzung wechselte dann wieder mal. Himbeer Toni und Ray gingen, dafür kam Ron an die Kiste und George musste Solo Gitarre lernen. Und irgendwie kam dann auch Norbert(Nobbi) als Roadie, Aufpasser und guter Geist mit ins Boot. Mit dieser Besetzung kam dann auch ´85 die erste Scheibe.
Die " Fuffi Bop". Der Alt-ZKaner Fabsi erklärte sich bereit mit uns eine 10 inch zu produzieren. Wir hatten also endlich die Möglichkeit unsere eigenen Songs auf Vinyl zu bannen. In dem Moment war dann auch vergessen das unsere Republik der Meinung war das die Ace Cats die ersten Deutsch - Rockabillys kreiert haben. Da entstand dann eine Situation mit der ich zu dieser Zeit absolut nicht klar kam und selbst heute teilweise noch Problemchen habe. Die "Fuffi Bop" war grad´ erschienen und wir hatten einen Auftritt in Leverkusen. Das fatale war: George hatte sich zwei Wochen vor dem Gig die Hand gebrochen! Also entschieden wir uns als Trio aufzutreten und George neben Connie als Begleitpersonen mitzunehmen. Mit anderen Worten: ich hatte zwei Wochen Zeit die Sologitarre einzuüben. Das hieß: jeden Tag zwei Stunden üben + Probe. HOLLA DIE WALDFEE!!! Den Auftritt haben wir recht gut über die Bühne gebracht. Aber die "Fuffi Bop" war raus und.... die Leute wollten AUTOGRAMME!
Einerseits war es ein schönes Gefühl aber andererseits ein bisken fremd. Immerhin waren es dieselben Leute mit denen wir zusammen gefeiert und gesoffen haben.

geschichte4autogrammkarteDie nächste Station war dann die von Fabsi organisierte Tournee durch Deutschland mit der eingebundenen 1.Weser Label Tournee (Panhandle Alks, The Waltons, Die Suurbiers und die Mimmis). Es war eine Hammerzeit. Drei Wochen nur Musik machen. Ich denke auch mal das war eine der wichtigsten Phasen der Panhandle Alks. Die Rock´n´Roll / Ted Szene war zu diesem Zeitpunkt eigentlich eine ziemlich eingefahrene Sache und ließ nicht viel Spielraum für andere Musikstile zu. Auf unserer eigenen Tour spielten wir u.a. auch in Hippie Kommunen oder bei Punks und hatten mächtig Spaß. Die Alks wurden offener gegenüber anderen Scenen. Bei der Weser Tour kamen vier Bands zusammen die alle was verschiedenes machten, aber der erste Abend zeigte schon, dass alle auf dem selben Level waren. Bei jeder Band die grad spielte waren die anderen Bands: Publikum, Instrumenten-Roadies und Fans. Nach einer guten Woche ging diese Tournee in Bremen zu Ende. Ich habe es bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht erlebt, dass vier Bands mit Abschiedstränen in den Augen, Arm in Arm, zum Finale " Bis zum bitteren Ende" sangen (Das war auch der Grund weshalb dieser Song von den Tango Brüdern auf die nächste Scheibe kam).
...Für die Auftritte unserer Rest-Tournee danach fehlte uns irgendwas....
Der nächste Meilenstein war dann die Scheibe "Alkabilly Trail" auf der der Titelsong merkwürdigerweise nicht drauf ist sondern erst danach entstand (zur EP der nächsten "We are the Champions" Weser Tour, mit den Goldenen Zitronen, Rumble on the Beach, Rocko Schamoni und Bad Ladies and the wild Lovers).
Wir rockten weiter wie bisher, allerdings ein bisken weltoffener .... bis wir dann der Meinung waren, uns wie Ahoi-Brause in Wasser aufzulösen........
Das Abschiedskonzert im Spektakulum in Düsseldorf war übrigens mit eins der schönsten und bewegendsten Konzerte der Alks.....

...Intermezzo....


 

"For Love and Glory"

Manchmal ist man der Meinung es muss was geändert werden! Fast jeder Mensch macht irgendwann, irgendwie eine Entwicklung durch. Ob zum positiven oder zum negativen kann eigentlich keiner beurteilen. Die Zeit wird es bringen. Nach dem Split der Alks fand nach einiger Zeit eine Neuformierung einer Band statt. Es sollte ein guter Mix sein aus: Rock´n´Roll, Irish Folk, Rock und Rockabilly. Besetzung: Isi: Rhythmus Gitarre - Banjo und Gesang ,George: Solo Gitarre, Guido: Trompete und Mundharmonika, Rene´: Kontrabass und Himbeer Toni ( da isser wieder) am Schlagzeug. Es waren gute Gigs, aber nicht von Dauer. Irgendwie war der Wurm drin.
Es kam ein neuer Schlagzeuger und die Proben zogen sich über ein dreiviertel Jahr hin....
.......der Tod einer Band........

.... es geht weiter.....Anfang ´92.......Auferstehung!......

 

Ich tat das was meiner damaligen Frau am besten gefiel: Familienvater (so mäßig), als ein Anruf kam: Bekommst du die Alks nochmal zusammen. Ich hätte Euch gerne für den Rockabilly Allnighter in Bielefeld................! Uuups.
Ich schau mal. Bei George direkt ein ja, Kai ...keinen Bock mehr...Ron auch nicht mehr. Na gut. Rene´ hat sich direkt damit angefreundet jetzt fehlt nur noch der Schlagzeuger.
Über zehn Ecken habe ich dann erfahren das der Schlagzeuger der Lenne Rockers, Schotti, mittlerweile in Düsseldorf wohnt. Lenne Rockers? ... AUUH! Das waren doch die lieben Bubis mit den Jeans Anzügen, weißen Hemden und Krawatten! Uijuijuijui!

-KURZE EINBLENDUNG - Konzert in Wetter: Panhandle Alks - Lenne Rockers - Boppin´Soap Bubbles - Flying Saucers - u.a. (Ted Habeck im Publikum) mittendrin abgebrochen wegen Randale - riesiges Polizeiaufgebot. Wir kommen auf dem Hinterhof an - Schiebetür vom Bulli geht auf - als erstes fällt ein Arsenal von Bierdosen aus dem Auto - dann torkeln wir hinterher - und jeder hat´s gesehen - EINBLENDUNG ENDE
Wenn das man gut geht. Ich ruf also bei Schotti an. Uli ( Schottis Herzallerliebste) meldet sich: Ich habe mich grad´ verschluckt und huste ungeniert ins Telefon. So macht man Bekanntschaften. Er sagt aber zu und ich habe trotzdem meine Bedenken. Danach heißt es ran. Proben, Proben, Proben. Trotzdem finden wir noch Zeit einen neuen Song zu schreiben, den wir speziell auf dem Allnighter spielen wollen. Als wir an dem Samstag (incl. kopfschüttelden Schotti, er hat während der ganzen Wochen nur den Kopf geschüttelt) in Bielefeld ankamen, kam der erste angenehme Schock.
Teds / Rock´n´Roller standen an ihrem Auto und lauschten Biertrinkenderweise den alten Liedern der Panhandle Alks. Also so ganz vergessen hatte man uns nicht.....
Wir wurden super begrüßt an diesem Konzertabend. Wir ratterten los an dem Abend als wäre der Teufel uns in den Nacken gesprungen! Das erste Stück an diesem Abend
war auch gleich eine Premiere (Wer hätte zu diesem Zeitpunkt geahnt, dass es auch später der Titelsong unserer ersten CD werden sollte) und traf es auf den Punkt: Manchmal kommen sie wieder!

 


 

.....Manchmal kommen sie wieder.......

 

Das Publikum ließ an diesem Abend, wie wir, die Sau raus. Das Gefühl an diesem Abend war unbeschreiblich und wir waren einfach dankbar!! Der zweite Akt der Auferstehung kam dann kurze Zeit später. "Aga" Dahl organisiert in Hagen, im legendären Haus Waldfrieden" ein kleines Festival und wir waren mit von der Partie. Da keine richtig hohe Bühne vorhanden war stand zur Bühne hin eine Absperrung aus Kanthölzern (wie ein Weidezaun!). Der Laden war rappelvoll!
Na gut, Jerry Lee´s Schwester als Headliner, da sollte das normal sein. In der Mitte spielten wir .... im Publikum brach die Hölle los...nach drei Songs war der Weidezaun....Fott! Wer dabei war kann´s bestätigen und wer Haus Waldfrieden kennt wird´s glauben. Ein Hexenkessel bis zum letzten Stück. Zwei so Gigs (Bielefeld und Hagen) hintereinander
haben wir noch nicht erlebt, für uns unbegreiflich!

Ein paar Monate, im Oktober ´92, erschien dann auf Alamo Records unsere erste CD " Manchmal kommen sie wieder". Bis dahin (wir hatten es aus der alten Zeit einfach mal übernommen) beendeten wir unser Set immer mit Ghostriders. Das sollte sich allerdings mit dieser CD ändern.
Manche Menschen haben zu ungewöhnlichen Zeiten, an ungewöhnlichen Orten, wichtige und wegweisende Ideen! Ich auch! Die Melodie zu " Die 180 Geister vom Alamo" .......auf´m Pott!!
Dieses Lied trat einige Auftritte nach erscheinen der CD an die Stelle von Ghostriders und so ist es bis heute geblieben. Man könnte mittlerweile echt meinen es wäre ein ungeschriebenes Gesetz bei uns. Na jedenfalls die Auftritte häuften sich und ein Wechsel in der Band bahnte sich an. Rene´ hatte keinen Bock mehr auf Bass und kündigte an, daß er die Alks verlassen würde sobald wir Ersatz gefunden hätten. Dieser fand sich dann auch bald. Auf einem Gig im Dallas Inn (ich trauere dem Laden immer noch hinterher; Banddeckelrundsaufen,
die härtesten Konkurrenten waren "Black Raven" - haben uns aber nie besiegt) springt auf einmal so ein kleiner Südländer an den Bass, spielt mit und verkündet: "Ich bin der Chuck!"
Tja, das war´s dann wohl. Rene´ verabschiedete sich, widmete sich dem Gitarrenspiel und Chuck wurde der neue Bass - Alk. In dieser Besetzung rockten wir dann weiter ohne Gnade....bis....
.....im März ´94 trennten sich die Wege vom Alk - Urgestein George und den Alks. Irgendwann kommt der Tag wo man den Weg der vor einem liegt nicht mehr gemeinsam gehen kann. Der eine Alk ging und ein anderer Alk kehrte zurück: Rene´. Und der Junge spielte zu dem Zeitpunkt eine richtig gute Gitarre wie wir dann auf der ersten Probe bemerkten.
So, und bevor hier Verwirrung entsteht, die zu diesem Zeitpunkt aktuell Besetzung: Isi - Gesang und Rhythmusgitarre; Rene´ - Sologitarre; Chuck - Bass; Schotti - Schlagzeug.
Das kniffelige an diesem Wechsel zu diesem Moment war allerdings: Wir befanden uns mitten in den Vorbereitungen für die Sieger und Verlierer CD! Aber wie sich dann rausstellen sollte war das für Rene´ ( Oppa ) kein Problem. Wir haben das Teil wie schon die "Manchmal kommen sie wieder" bei Chris (Atom - H) aufgenommen (sechs Tage
Studio - 7 Kisten Bier) .... und es wurde eine gute Scheibe. Bei dieser CD haben wir die Gestaltung des Covers/ Booklet zum ersten Mal komplett in die eigene Hand genommen ( Planung und Fertigung der Vorlagen) So sollte es dann bei den nächsten CD´s weitergeführt werden.

 

 Also lief alles wie am Schnürchen......doch wenn es halt mal richtig gut läuft ist es meistens der richtige Zeitpunkt fürs Schicksal, mit dem großen Hammer mitten rein zu kloppen!! Bei mir bahnten sich private Probleme an, die mich zu diesem Zeitpunkt richtig zerknirschten und Schotti hat´s gesundheitlich richtig zerrissen, so dass er einige Zeit ausfiel. Da zu diesem Zeitpunkt noch Gigs anstanden (einzelne Auftritte und CD - Präsentation im Dallas) hatten wir ein leichtes Besetzungsproblem!
Zum Glück für uns und für Schotti (hätten wir keinen Ersatz für anstehenden Gigs bekommen, hätten wir ihn nach seinem Krankenhausaufenthalt nach Strich und Faden verkloppt!!! ) fanden sich dann aber zwei Recken die uns mutig zur Seite standen: Martin von Whyandoah und Pfeiffer. Martin spielte mit uns in der Goldenen Krone / Darmstadt
( s.a. Anekdoten) und Pfeiffer die Präsentation, einen Gig in Ludwigshafen, wo wir dann auch erstmals mit der Rockabilly Mafia konzerttechnisch zusammentrafen und zu guter Letzt noch einen Gig in Süddeutschland (wo wir unterwegs von Black Raven überholt wurden..... s.a. Anekdoten). Und alles lief super mit den Jungs!

Präsentation im Dallas Inn zur "Sieger und Verlierer"
Wir hatten uns entschieden die Präsentation diesmal nicht wie bei der " Manchmal kommen sie wieder" in einem großen Laden (Haus der Jugend / Düsseldorf) zu veranstalten, sondern im "kleinen" Rahmen, im Dallas Inn in der Düsseldorfer Altstadt.....aber an "zwei" Abenden hintereinander!!! Wir hatten damit gerechnet, dass der erste Abend (Freitag) relativ gut besucht wird (wie sonst auch, bisher im Dallas) und der zweite Abend etwas ruhiger wird. Weit gefehlt!!! Freitagabend: Der Laden rappelvoll (so voll war der Schuppen bisher eigentlich nur zu Rosenmontag) und einige Leute mussten sich das Konzert von draußen anhören, weil keiner mehr reinpasste. Am Samstag dasselbe Spiel! Sowas hab ich bis dato noch nicht erlebt. Allerdings hatte ich das zu dieser Zeit noch nicht so richtig erfasst, genauso wenig dass da vorne im Publikum zwei blonde Mädels rumhüpften von denen eine in den nächsten Monaten mein späteres Leben beeinflussen würde (aber das ist eine andere Geschichte) . Na jedenfalls bescherten uns die Besucher (ich weiß nicht ob ich Fans schreiben sollte, hört sich irgendwie BRAVO - mäßig an, immerhin haben wir wie üblich wieder miteinander gefeiert) eine Super Party!! Und nicht das wir unseren Schotti an diesem Abend vergessen hätten, es ging dann ein Genesungswünsche - Plakat rundum und jeder der wollte, konnte sich drauf verewigen.....

 


 

........Gebrandmarkt........

Bereits ein Jahr später (Juni ´95) befanden wir uns wieder im Studio zu den Aufnahmen zu " Gebrandmarkt" . Diesmal hatten wir uns für´ s Booklet ein Späßchen gemacht. Ein Falt - Booklet! Auf der einen Seite Cover, Texte und Infos und auf der anderen ein Würfelspiel " Alkabilly Trail" . Mich würde es echt mal interessieren wie viele Leute, welche diese CD besitzen dieses Spiel durchgezogen haben (ich hab´s gespielt!).
Das Timing lief perfekt, so dass die CD rechtzeitig zur Tour Herbst ´95 rauskam. Es war ein herrliches Gefühl mal wieder tagelang am Stück Musik zu machen. Und endlich hatte ich mit dem Song "Gebrandmarkt" auch eine Entschuldigung für meine "Zwischendurchtextvergesser". Man war also entspannt! Zwischenzeitlich nahmen wir dann noch für´ s Dynamite (Andy Widder, Manager unserer 95er Tour) Die Songs: Weil ich dich liebe, Ich steh auf Altbier und Verrockte Tage (von dem Lied werden wir später noch hören) auf. Im Mai ´97 folgte dann die zweite Tournee in Eigenregie. Das heisst jetzt allerdings nicht, dass wir uns als Band selbst um die Organisation der ganzen Auftritte gekümmert
haben. Dafür hatten wir gar keine Zeit ( Musik machen und Bier trinken ist eine sehr zeitaufwendige Sache). Seit einiger Zeit hatten wir das
Auftrittsmanagement in die Hände von Ulrike ( Schottis Herzallerliebste) gelegt und brauchten uns darum nicht mehr zu kümmern. Und man
muß sagen, sie hat es super im Griff gehabt.
Tja was soll man da noch schreiben? Es lief halt weiter. In der ganzen Zeit hatten wir das Glück wunderbare Konzerte zu machen (Brandenburger Meeting, Brandente/ Burgdorf, Bei Toto / Essen, Dallas / Düsseldorf, Tuttlingen um ein paar hervor zu heben), haben super Leute kennen und schätzen gelernt (der dicke Michi, Rockabilly Mafia, Kentucky Boys, Foggy Mountain Rockers, Die Preußen Rebs, Black Raven u.v.a. alle zu nennen würde hier den Rahmen sprengen) und bekamen die Möglichkeit Songs über TV der Welt zu präsentieren( Schaufenster Düsseldorf, Swutsch / Radio Bremen und Country Time im Offenen Kanal Dortmund). Dann wurde allerdings die Zeit eingeläutet in der die Alks etwas träge wurden....

Während der Produktion zur CD "Bis zum letzen Atemzug" 98 / 99 verließ nach dem abmischen der Aufnahmen Chucky aus privaten Gründen die Band. Dafür kam Frank, der im Vorfeld bei den Cruisers mitgespielt hatte. Das komplette Set mit neuem Mann einstudieren. Im April verließ "Oppa" Rene die Band. Für ihn sprang dann Herbert Leske (Mess
of Booze) ein. Das komplette Set mit neuem Mann einstudieren. Allerdings verließ uns Herbert im Dezember ´99 wieder, worauf hin Frank uns Chris Döpper vermittelte.
DAS KOMPLETTE SET MIT NEUEM MANN EINSTUDIEREN!!! LANGSAM REICHT´S!!!
Ich will jetzt nicht sagen, dass die Trägheit an den Fähigkeiten der neuen Alks gelegen hat, sie haben alle ihr bestes gegeben und ihre Sache richtig gut gemacht, aber es waren einfach zu viele Wechsel in einem Jahr mit eigentlich fremden Leuten. Es gab irgendwie nicht richtig die Möglichkeit, dass die Band richtig zusammenwächst, was für mich
bei dieser Sache eigentlich sehr wichtig ist. Na ja, im April trennten sich dann wieder die Wege von Frank und den Alks und ein alter Bekannter trat wieder in unser Leben: Chuck!


 

....... 20 Jahre Panhandle Alks.........

Im September 2001 stand dann unser Jubiläumsauftritt im Spektakulum an. Es wurde richtig voll! Im Vorfeld habe ich Connie aus Pappmaschee in Lebensgröße hergestellt, der währen des Auftritts unsere Bühne zierte und während des Auftritts verlost werden sollte. Der Zuschlag ging dann an Plato aus Mainz. Der Hammergag war dann halt,
dass Plato und seine Kumpels mit ´ner kleinen Nuckelpinne nach Düsseldorf gekommen war und es eh schon eng in der Karre war...auch ohne Connie.....
Was ich dann auch sehr gelungen fand, waren die drei Indianerdarsteller (Freunde aus der amerikanischen Living History Scene), welche zu Tatanka auf der Bühne ihren Tanz aufführten. Und ein großer Teil aller bisherigen Alks war beim Finale mit auf der Bühne. Es war ein gelungenes Fest. Bis auf die Tatsache.....das Schotti fälschlicherweise die Auflösung der Alks bekannt gab. Welcher Teufel ihn an diesem Abend geritten hat möchte ich gerne mal wissen.
Na jedenfalls resultierten daraus ca.2 Jahre Pause. Ich war dann auch mittlerweile der Überzeugung, nur noch in der Original Besetzung (Chuck, Oppa, Schotti und Isi) wieder auf die Bühne zu gehen..... was dann 2004 auch nochmal klappte. Oppa kam von Wilhelmshaven runter, wir probten einmal, und trafen uns im März in Herford zum Auftritt.

Stille.....aber nicht aufgelöst....


 

.......87 Southbound.....

In der Zwischenzeit turnte ich dann halt in den 1840ern in Texas rum und wir gründeten eine Hillbilly Band. Country Songs (Old Style) und Rockabillys.
Isi: Gesang, Gitarre; Tex: Banjo, Dobro; Chris ( der von den Alks) ld.Git. und Rene ( nicht der von den Alks) Konnie Bass. Die letzten zwei verließen die Band und dafür kam dann Harry: Gitarre und.....Chuck...Bass natürlich. In dieser Formation spielten wir dann bei Cowboy Clubs und einmal dann bei den Louisiana Rebs
in Ratingen.

......da sind sie wieder........

 

...na ja, Chucky saß an der Quelle und nervte rum, daß wir mal wieder einen Alks - Gig machen müssten. Ich sagte: Problem - Oppa wohnt in Wilhelmshafen....aber er hat dann letztendlich doch gewonnen und unser neuer Sologitarrist wurde Ingo, von den Louisiana Rebs. Der Wiedererkennungswert war für mich eigentlich recht groß, hatte ich ihn doch wegen seiner Ähnlichkeit zu Dallas Inn Zeiten immer mit Gene Kelly angesprochen und genervt. Aber er stieg gut bei uns ein und so beschlossen wir wieder unsere Mission gegen übermäßigen Milchgenuss fortzusetzten. Unsere "künstlerische Schaffenspause" beendeten wir dann mit einem Frühschoppen im November 2007, im Louisiana Inn in Ratingen. Die Gäste wurden von den Rebs beim Einlass mit einem Rentnerfrühstück begrüßt, und es rauschten teilweise Leute ein, die man schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Wieder einmal wurden die Panhandle Alks nach längerer Abwesenheit von der Anhängerschaft auf´ s herzlichste begrüßt (was ich keinesfalls als selbstverständlich ansehe!!) Es wurde ein guter Gig und es wurde bis in die Abendstunden gezecht! An diesem Tag waren auch einige Leute im Publikum, die extra für diesen Sonntag aus Oberfranken zu diesem Auftritt gekommen waren. Und da wurden wieder
Erinnerungen an eine Alks-Tournee mit Station in Bamberg wach. Es waren dieselben Wahnsinnigen die damals zum "Panhandle Walk" auf den Knien im Saal ihre Raupe vollzogen. Ihr erscheinen an diesem Tag hatte dann allerdings zur Folge das wir im kommenden April nach Weißenbrunn mussten, im darauf folgenden April wieder und im April 2010 nochmal. Und jedes Mal war´s ein Riesengaudi!!
Aber erst einmal sind wir ja noch bei 2007. Wir beschränkten uns auf kleinere Auftritte. Q-Stall und Liefer 11 in Düsseldorf und Festivals bei den Louisiana Rebs. Ende 2008 betraten wir dann allerdings Neuland. Panhandle Alks goes Hank Williams. Da die Alks im allgemeinen Hank Williams Freunde sind beschlossen wir seinen
85. Geburtstag zu feiern....mit einem Auftritt. Wir probten in den nächsten Wochen regelrecht nur Hank Songs. Für ein Duett beim Song " I can´t help it" gab Ronda auch noch ihr stell dich ein. Ich hatte die Texte bei dem Gig zwar alle abgelesen, aber es wurde ein (für meinen Geschmack) ein richtig gutes ( und auch besonderes) Panhandle Alks Konzert. Leider war Chuck nicht dabei, aber Fritz von den Louisiana Rebs ist zum Glück bereit gewesen diesen Job zu übernehmen. Und bei den Proben haben wir schon gemerkt, er hatte richtig Spaß daran.
Dann kam wie sollte es anders kommen wieder ein Personalwechsel. Wir kamen an eine Weggabelung... Chuck ging links und wir gingen rechts........
Hmm, und nu? Da gab´s doch einen Bassmann der schon mal Gastspieler bei den Alks war...also vorsichtig mal bei Fritz anfragen. Diese Anfrage ging problemlos und erfreulich zu beiden Teilen von statten.

 Frühschoppen und Prästudio Party im Louisiana Inn, November 2010

Die Feuerprobe Weißenbrunn 2010 hat er mit Bravour bestanden, beim Benefiz-Auftritt für die Armenküche in Düsseldorf kam eine Steigerung und beim Brandenburger Meeting in Templin isser durchgedreht!! Gut so.
Im November dann, regten wir nochmal einen Frühschoppen im Louisiana Inn an. Bei diesem Konzert stellten
wir, ganz im Gegensatz zu einer CD - Präsentation, die Songs unserer kommenden CD schon vor der Produktion
vor! Anfang Dezember sind wir dann ins Studio gegangen......aber das ist eine andere Geschichte......

.auch wenn mittlerweile einige Spaßvögel meinten, wir würden Louisiana Alks heißen... :-))).... die CD wird mit Sicherheit unter dem Namen....... PANHANDLE ALKS.......erscheinen. Soweit ersma.....

Fortsetzung folgt...........